08.12.13 Wildweihnachtsfahrt mit FURIOPOLIS begeistert die Passagiere

v.lks Markus Türk,Tobi Lessnow,Jan Klare,Nils Imhorst,Manfred Heinen

Der 2.Advent erwies sich als bestens geeigneter Termin, um eine “Wildweihnachtsfahrt” mit dem Jazz-Quintett FURIOPOLIS zu unternehmen.
In voller Besetzung unter der Leitung des Arrangeurs Manfred Heinen nahmen die Musiker schnell Fahrt auf, um die traditionellen Weihnachtslieder mit neuen Elementen zu würzen. Die Zutaten waren wohlfeil, so dass es eine wunderbare Delikatesse wurde. Selten wurde der traditionelle Pfad verlassen. Herrlich die
zahlreichen Solotouren der Musiker, die mit großem Applaus begleitet wurden, um dann zurückzukehren und unisono eine völlige Harmonie herzustellen. Bei “Maria durch ein Dornwald ging” unterbrach das Quintett die rasante Fahrt, um eine andächtige Stille zu ermöglichen.(Großartig Jan Klare mit seiner Bassklarinette!)
Zum Schluß frenetischer Jubel, Zugaben und tiefe Dankbarkeit für Musiker,
die den Mut haben, eigene Wege zu gehen und dafür weiterhin belohnt werden sollten. Wer das Konzert verpasst hat, die nächsten Termine:
11.12.13 Kammermusiksaal Theater Solingen
13.12.13 Weberhaus Süchteln
18.12.13 Cafe Arte Münster

Wir haben noch einige CDs “Wildweihnachtsfahrt” (15 Euro) gebunkert.

Presse: RHEINISCHE POST

10.12.2013

Fröhliche Weihnacht mit den fünf "Furiopolisten"

Die fünf "wilden Jazzgesellen" von Furiopolis boten in der Grefrather Buchhandlung ein Weihnachtskonzert der anderen Art:Sie stellten die bekannten Lieder auf den Kopf und gaben ihnen neue Rhythmen und herrliche Soli.Das begeisterte Publikum erklatschte zwei Zugaben.

Heribert Brinkmann

GREFRATH „Stille Nacht“ gab es erst als Zugabe. Und als das „Lied aller Lieder“ dem völlig begeisterten Publikum auch noch nicht reichte, fing Furiopolis mit dem Programm der neu erschienenen CD von vorne an. Markus Türk, Jazzztrompeter aus Grefrath, hatte ein Heimspiel – und dort zu spielen nannte er „herzerfrischend“ bei so vielen netten Leuten. Fürs Publikum war es herzerquickend, die alten Lieder in ganz neuem Gewand zu erleben.

Das Konzert am Sonntagnachmittag war ausverkauft. Und alle, die da waren, haben es nicht bereut. Geboten wurde eine Musik, die jeder kennt, aber auf völlig neue Art und Weise neu erleben konnte. Die bekannten Weihnachtslieder wurden nicht einfach „verjazzt“, sondern „dekonstruiert“, auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Mit einem anderen Rhythmus unterlegt, entzog Furiopolis den Liedern den kitschigen Schmelz. Mit einer unerwarteten Pause, einer anderen Betonung und herrlichen Soli wurde den Weihnachtsliedern ein neuer Geist eingehaucht. Das war witzig und überaus virtuos.

Markus Türk spielte nicht nur Trompete, sondern auch Ventilposaune und sogar einen einfachen Schlauch. Und Jan Klare aus Münster wechselte virtuos zwischen Altsaxophon, Querflöte und Bassklarinette. Manfred Heinen, der die meisten Lieder für die CD neu arrangiert hatte, flog mit einer Spielfreude über die Tasten – einfach mitreißend. Nils Imhorst, Bass, und vor allem Tobi Lessnow am Schlagzeug sorgten für starke Rhythmen jenseits jeder Glühwein-Seligkeit.

Die fünf Musiker im leergeräumten Schaufenster boten ihrem Publikum eine vorgezogene Bescherung. Auch ohne Baum und Päckchen gab es im Publikum viele leuchtende Augen. Und Buchhändler Karl Groß hatte seine helle Freude am Konzert, am Zuspruch des Publikums und an der heimlichen Werbung für Grefrath. Das Publikum der Konzerte kommt teilweise weit angereist, aus Krefeld, Düsseldorf, Mönchengladbach, Bochum, erzählte Groß in der Pause. Das gute Niveau hat sich herumgesprochen.

Seit 15 Jahren sind die Konzerte in der Buchhandlung ein Begriff. 1998 begannen mit einer Vorpremiere von Jansens Schräg-Pop, die Konzerte neben die Lesungen zu treten. Dieser Türöffner war so erfolgreich, dass die Tür nie wieder zu ging. In zwischen haben gute Leute wie Ali Haurand, der gerade 70 Jahre alt gewordene Bassist aus Viersen, die Talking Horns und das Randy Newman Projekt in Grefrath gespielt. Mit seiner Buchhandlung bedient Groß auch eine Nische abseits des Mainstreams von Amazonien. „Selbst wenn ich einen Laden für Autoreifen hätte, würde ich etwas erfinden, was den Laden inspiriert und auf Umwegen den Laden ins Rollen bringen würde“, bekennt der bekennende Buchhändler. Doch er stemmt nicht nur ein eigenes Programm, sondern macht noch bei „KinG“ (Kultur in Grefrath) mit.

CD Wildweihnachtsfahrt LC 12436.