Christina Lux mit mitreißender Virtuosität

Foto: Karl Groß

Was die Gäste am 11.3.13 anläßlich des Weltfrauentags erlebten, darf sicherlich als Highlight unserer Kulturreihe angesehen werden. Die Songpoetin , die schon längst nicht mehr als“Geheimtipp” durch die Lande zieht, zeigte auch in Grefrath, dass sie
mit ihrer kompromisslosen Eigenständigkeit eine Qualität erreicht hat, die dem Mainstream souverän die kalte Schulter zeigt. Beeindruckend auch, wie Christina Lux sich selbst ihre Bühne
baut: Ihre Lichtanlage, ihre PA, ihr roter Teppich. Alles paßt schließlich, um auch eine kleine Buchhandlung wie eine Studiobühne aussehen zu lassen.

Der Rest ist pure Klangwunderwelt: “COMING HOME at LAST” und “Arms wide Open” und auch vor allem ihr “Are you Somebody” faszinieren sowohl Insider als auch neugierige Newcomer.

Zwischendurch die Gechichtenerzählerin Lux, die wenig ausformuliert, lediglich sanft andeutet und augenzwinkernd kontrolliert, ob das Publikum sich den Rest denken kann. Es kann, yes it can! Die Ohren sind ohnehin schon längst gespitzt wie in der Häschenschule. Es wird tatsächlich gelauscht und begierig aufgenommen, was übers Mikrofon ertönt. Die Lux hat sich die Besucher zurechtgespielt und läßt sie allmählich mitgestalten: Erste Gehorsamkeitsübung: Schnippsen (im Takt) und dann die Beförderung zum Backgroundchor, die dankbar angenommen wird.
Es ist der “Playground”, auf dem sich die Kölnerin offensichtlich pudelwohl fühlt.
Es kommt, wie es kommen mußte: Das Publikum tobt und klatscht, jubelt und muß schließlich Abschied nehmen .
Auf jeden Fall : Für Christina Lux in Grefrath : Arms are wide open !