WZ am 11.06.08

Das Engstfeld-Weiss-Quartett überzeugte in der Grefrather Buchhandlung Foto: Kurt Lübke

Jazz ist Arbeit und Glück

Mit schwerer Konkurrenz – der Fußball EM -hatte hatte das Engstfeld-Weiss-Quartett Konzert zu kämpfen.

Trotzdem und bei großer Hitze kamen etwa 60 Zuschauer in die Buchhandlung Gross, um die renommierte Düsseldorfer Jazz-Formation zu erleben. Und sie wurden nicht enttäuscht. Ein schweißtreibendes, intensives Konzert mit vielen Höhepunkten begeisterte die Zuschauer.

Aus dem neuen Programm „Dichterliebe“, eine verjazzte Form der Schumann-Lieder, gab es einige Kostproben mit sehr melodisch-poetischen Interpretationen („Ein Jüngling liebte ein Mädchen“, „Im wunderschönen Monat Mai“), um dann den wuchtigen, kraftvollen Klassiker „Tea for two“ mit mächtigem Drive herauszuhauen, was große Begeisterung auslöste.

Immer wieder eine Wohltat waren die eingestreuten Soli, die den übrigen Mitgliedern die Möglichkeit des Schweißabwischens boten, und den Einzelspieler in zwanglose, virtuose Spielfreude entließ.

Den Abschluss bildete eine Komposition von Hendrik Soll (piano) mit dem Titel „Tender Dance“, der einen wunderschönen, harmonischen Ausklang schuf.

Jazz ist manchmal dreckige, schwere Arbeit und dann doch – wenn alles gut läuft – am Ende das pure Glück! So an diesem Abend!